Gegensätzlicher
können zwei Teile einer Stadt kaum sein, obwohl sie
beide direkt am Meer liegen: Porto, der quirlige Hafen
und das gemächliche Ponte, so genannt wegen seines
Dammes zum Castello Aragonese. Porto ist der Haupthafen,
so perfekt rund, da er in einen natürlichen Vulkankrater
hineingesetzt worden ist. Die Öffnung ließ
1853/1854 der Bourbonenkönig Ferdinand II. künstlich
durchbrechen. Die rechte Seite, vom Scheitelpunkt gesehen,
heißt folgerichtig mit einem
Seitenblick nach Frankreich „Rive Droite“
und lockt mit einem großen Angebot an Restaurants
und Tavernen. Gegenüber befinden sich die Anlegestellen
der Fähren.
Gleich hinter dem Hafen beginnt die geschäftige Via
Roma, die zum Corso Vittoria Colonna führt mit zahllosen
Boutiquen und Geschäften und netten, einladenden
Cafés. Fast übergangslos geht Porto in Ponte
über. An der veränderten, meist bescheideneren
Architektur bemerken aufmerksame
Spaziergänger doch bald den Unterschied: Ponte, eigentlich
die erste Hauptstadt der Insel, ist die einfachere Variante,
mit engen, verwinkelten Gassen und noch vielen Fischerhäusern.
Aber immerhin steht hier die Kathedrale der Insel mit
ihrem weithin sichtbaren, dickleibigen Glockenturm, der
noch aus der Sarazenenzeit stammt. Mit dem Rücken
zum Fischerhafen schaut man auf das herrlich trutzige
Castello Aragonese, eine wahre Bilderbuch-Burg.
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Ischia Ponte


Ischia Porto


Castello Aragonese


Castello Aragonese
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